Predigten Pfarrer Krauth

Es gibt nur sehr wenige Priester, die es verstehen, die Weisheit des Evangeliums in den Alltag der Menschen zu übertragen. Da wird meist linientreu theologisch interpretiert und eine Stunde später ist die Predigt vergessen, so mein Eindruck. Wen wundert es da, wenn die Kirchenbänke immer leerer werden?

Markus Krauth

Es ist sicherlich der Form der Liturgie, den Predigten und der Persönlichkeit des Priesters zu verdanken, wenn ein Sonntagsgottesdienst heutzutage so gut besucht ist, wie in der Kirche Maria-Geburt in Aschaffenburg.

Oft treffen mich die Predigten buchstäblich. So erkenne und reflektiere ich mein (Fehl-) Verhalten, meine Gewohnheiten in alltäglichen Situationen. So wird das Evangelium über die Predigt beispielhaft ins Leben übertragen.

Inhalt

Predigten von Pfarrer Markus Krauth

Höre selbst, hier ohne die lästige Youtube-Werbung. (Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich, die Untertitel an der unteren Leiste einzuschalten).

Mythos oder Mystik

Predigt zu 1 Kor 15,45ff.

Die religiöse Bildersprache vom Altertum bis heute hat nicht viel mit der Realität zu tun. Es sind Versuche, das nicht Erklärbare zu bildhaft erklären. Aber von diesen Bildern sollten wir uns lösen…

Geist erneuert unser Denken

Predigt zu Eph 4,17-24

Unser Denken bestimmt unser Leben. Geist kann unser Denken verändern – und damit unser Leben…

Was zieht mich?

Predigt zu Joh 6, 41–51

Gott spricht durch unsere Seele zu uns. ES zieht uns. ER zieht uns, zeigt uns die Richtung. Nehmen wir diese Kraft wahr? Nehmen wir sie ernst? Glauben wir an die Kraft Gottes?

an einem einsamen Ort…

Predigt zu Mk 6,30-34

Die Jünger kommen von ihren Predigtreisen zurück und treffen sich mit Jesus, um von ihren Eindrücken, Erfahrungen und Enttäuschungen zu berichten. Er fuhr mit ihnen an einen einsamen Ort, an dem sie zur Ruhe kommen konnten. Nur in der Ruhe können sie ihr Inneres erreichen, neue Kraft tanken. Jesus sagt ihnen nicht, was zu tun und zu sagen ist. Ihre Seele sagt es ihnen. Es geht also nicht darum, etwas erlerntes oder irgendwelche Dogmen nachzuplappern, sondern authentisch aus seiner Lebenserfahrung, aus seinem Glauben, aus seiner Seele heraus zu reden und zu handeln.

In Hülle und Fülle

Predigt zur Brotvermehrung: Joh 6,1-15

In der Geschichte geht es nicht um die tatsächliche Vermehrung des Brotes. In Wundern offenbart sich Gott, dem ALLES möglich ist.

Geh auf’s GANZE

Predigt zu Mk 5,21-43

Was Glaube vermag… Wie Glaube gesunden lässt…

Geh weiter

Predigt zu Mk 6,7-13     Wie mit Ablehnung umgehen…

Jesus lehrt seinen Jüngern: „Wenn man Euch nicht hören will, so schüttelt den Staub von euren Füßen und zieht weiter…“

Großes im kleinsten

Predigt zu Mk 4,26-34. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so daß in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

Angst gehorcht Glaube

Predigt zu Mk 4,35 ff. Solange ich Angst habe, kann sie nützlich sein. Wenn aber die Angst mich hat, mich dirigiert, wirkt sie lähmend…

Walther Peeters: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

Predigt zu Mk 3,20-35. …Und wenn ein Reich in sich selbst gespalten ist, kann jenes Reich nicht bestehen. Wenn ein Hausgemeinschaft in sich gespalten ist, kann jene Hausgemeinschaft nicht bestehen. Und wenn Satan sich gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er nicht bestehen, sondern ist am Ende. Auch kann niemand in das Haus eines starken Mannes einbrechen und seinen Hausrat rauben, wenn er den Starken nicht zuvor fesselt und erst dann sein Haus plündert…

Ökumene ist überflüssig

Pfingsten fordert uns heute heraus, eine Sprache in allen Religionen zu finden. Die „hausgemachten“ Unterschiede innerhalb der christlichen Konfessionen sind z.T. größer, als die Unterschiede der Konfessionen selbst. Höchste Zeit, den Irrsinn zu überwinden…

Predigt zur Dreieinigkeit Gottes Röm 8,14.17. Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, die sind Gottes Söhne und Töchter.

Sich voraus sein – weniger planen

Osternachtspredigt zu Mk 16,1-8. Auf dem Weg zu Jesu Grab überlegen zwei Frauen, wie sie den schweren Fels entfernen können, mit dem das Grab verschlossen ist. Dort angekommen, war der Fels jedoch weg und das Grab leer. Angst und Panik greift um sich…

Wie oft passiert es in unserem Leben, dass wir detailliert vorausplanen und dann kommt alles ganz anders? Das Leben führt die Regie. Erkennen wir das an und lassen es geschehen?

Babel und Pfingsten

Predigt am Pfingstsonntag – die biblischen Texte sprechen neu im Kontext der jetzigen Gemeindesituation

Gott finden im Alltag – verharre nicht im Rückblick

Predigt zur Emmausgeschichte Lk 14,13-35. Die Jünger stehen beieinander und redeten, in ihrer Trauer versunken. Jesus erscheint ihnen als Fremder und tröstet sie, mit der Aussage, dass der Auferstandene die Herrlichkeit sehen darf. Schließlich offenbart sich Gott in Jesus im Brot brechen…

Trauernde blicken zurück, verharren manchmal gar in Schwermut und Lähmung. Sie können den sterbenden nicht loslassen und das macht es ihm nicht leicht, zu gehen.

innen raum – im Kontakt zu unserem Innersten handeln

predigt zu Joh 15,1-8. Bringe Frucht! Jesus hält uns an, ein erfülltes, freudiges Leben aus dem Innen heraus zu führen. Nur so kann das Leben fruchtbar sein. Dieses Innen, der Kontakt zu unserem Innersten, der Seele, gibt uns Kraft, zeigt uns den rechten Weg.

Aber wenn wir alles tun, um uns von unserer Seele abzulenken. Unsere Eile, unsere Emotionen, unsere leistungs- und konsumorientierte Lebensweise lässt den Kontakt zu unserem Innersten nicht zu.

Einer von uns: Gott gleich – Jeder Mensch ist Gott gleich

PREDIGT zu Phil 2,6-11. Jesus ist Gott gleich. Diese Aussage war revolutionär, für Juden Gotteslästerung.

An anderer Stelle wird beschrieben, dass Jesus einer von uns war. Die Lehre daraus ist, dass alle Menschen Gott gleich, göttlich sind. Das aber sieht die Kirche anders…

Sich aufrichtig aufrichten – weder Opfer noch Erlöser

Predigt: Mord kann nicht erlösen Joh 18-19,42. Die Kirche verbreitet das Bild eines leidenden, gequälten, sterbenden Jesus als unser Erlöser. Das zeigt sich in der liturgischen Sprache der Messbücher oder an den oft lebensgroßen Kruzifixen in den Kirchen. Dieses Bild hat nicht viel mit dem Evangelium zu tun, es ist “Kirchenpolitik”.

Jesus selbst hat sich nie als Erlöser oder Opfer dargestellt. Es ist nicht die Botschaft Jesu, was die Kirche daraus gemacht hat.

Und führe uns durch die Versuchung – schweige und spüre die Liebe

Predigt zu Mk 1,12-15 von Eva Wolf. Jesu Wüstenerfahrung ist in unsere Leben übertragbar. Unwägbarkeiten, Versuchungen und Freud und Leid gehören zum Leben.

Immer ist Gott, die Liebe, bei uns, gibt uns Halt, Trost und Kraft. Aber wir dürfen Ihm den Zugang zu uns nicht versperren, müssen IHN in uns sprechen lassen.

Nur noch aushalten – In Not zeigt sich wahrer Glaube

Predigt zu Hebr. 5.7-9. Wie gehen wir mit schwierigen Lebens-Situationen um, mit Schicksal und Not? Wir fühlen uns machtlos, allein gelassen. Können wir das aushalten?

Wenden wir uns in unserer Not von Gott ab, klagen ihn gar an oder sind wir in der Lage, IHN zu spüren? Zu spüren, dass wir nicht alleine sind mit unseren Problemen, dass Gott in uns ist – und wirken kann, wenn wir es zulassen.

Leben ohne polarisieren – Führt Ehelosigkeit zu Gott?

Predigt zu 1 Kor 7,32-35. Paulus schreibt in diesem Brief, dass der unverheiratete Mann Gott dienen und gefallen kann. Der Verheiratete Mann hängt den weltlichen Dingen nach und will seiner Frau gefallen.

Damit liegt er mehrfach falsch:

  • Der Mensch muss Gott nicht gefallen, weder durch Gebete noch durch Taten. Er gefällt Gott so, wie er ist.
  • Paulus wertet den Verheirateten ab. So kann ich als Verheirateter Gott dienen, indem ich der Gemeinschaft diene, den Menschen in Liebe begegne.
  • Ungeachtet des Geschlechts kann jeder Gott, der Gesellschaft, dem Partner usw. dienen

Trauen versetzt Berge – Glaube und Mut hilft uns

Predigt zu Mk 1,40-45. Ein Aussätziger ging auf Jesus zu und bat, ihn gesund zu machen. Damit hat er das Gesetz gebrochen, das Aussätzigen jeden Kontakt verbot. Er glaubte fest an seine Heilung durch Jesus und folgte seiner inneren Stimme, statt dem Gesetz. Jesus hat ihn geheilt.

Aussätzige unserer Zeit sind die Diskriminierten. Queere, Straffällige, Migranten, sogar Behinderte. Ihnen wie uns hilft fester Glaube an Gott in schwierigen Situationen.

Erlaube dir Glaube – Glaube ist (Gott-)Vertrauen

zu Hebr. 11,8 – 19. Glauben heißt trauen, vertrauen. Es geht also nicht um ein glauben, dass… oder ein glauben an…, sondern um die Gewissheit, dass ich Gott, dem Leben vertrauen kann.

In schwierigen Situationen zeigt sich sehr schnell, wo wir stehen in unserem Glauben. Können wir Gott uneingeschränkt vertrauen, so werden wir über Notlagen leichter hinweg kommen.

Die De+Mut Gott zu sein – wir sind berufen, göttlich zu leben

Predigt zu 1 Joh 5,1-9. Jeder der an Gott glaubt, ist göttlich, aus Gott geboren. So ist die Aussage von Johannes zu verstehen.

Aus Gott geboren zu sein, Gott gleich zu sein ist schwer zu verdauen, denn wir haben es so nie gelernt. Wer also aus Gott geboren ist, wird ihn lieben und ebenso seine Geschwister. Handeln wir in dieser Liebe, wird unser Tun immer richtig sein…

Wie lebt’s sich am Besten?

Allezeit freut euch, unablässig betet, in allem dankt. Dies nämlich ist der Wille Gottes…

Gott kann kein Mensch werden

Jesus ist eins mit Gott – wie wir alle! Daraus folgt: Gott ist ALLES, auch Mensch.

Nur Mut! – Taufe im Geist…

Predigt zu Mk 1,1-8. Bei den Sakramenten geht es nicht um das Medium, nicht um Äußerlichkeiten, sondern um den Geist.

ACH wache achte SO – Sei wachsam!

Predigt zu Mk 13,33-37. Sei wachsam, damit du dein Leben nicht verschläfst. Sei offen für neue Situationen in jedem Moment – ohne Widerstand dem Leben gegenüber.

Ich bin Du – Himmel und Hölle, glaub ich nicht

Predigt zu Mt 25, 31 – 46. Wir sind ein Volk, eine Menschheit, ich bin du. Aber die Kirche polarisiert in Himmel und Hölle, Gott und Teufel. Welch schreckliche Lehre…

Warten oder Gegenwart

Predigt zu 1 Thess 4,13-18 + Gal 2,20.

Kriege stellen Religionen in Frage: atheistisch oder mystisch?

Predigt zu Mt 22,37.

Christ sein Sorgen frei

Predigt zu Phil 4,6-9 SORGT EUCH UM NICHTS!

Trost im Schock

Predigt zu Röm 14,7-9.

Die letzte Chance – über Reformideen in der Liturgie

Predigt zur verpassten Chance. Ein Architekt und ein Religionsphilosoph experimentierten  ende der 1920er Jahre die neue Liturgie für die kath. Kirche im Rittersaal der Burg Rothenfels. Es war der 1. Versuch Liturgie nicht vom Amt her hierarchisch zu denken, sondern vom Volk, der Gemeinde aus. Was ist nach 100 Jahren aus der Idee geworden?

Und wenn es den Tod gar nicht gäbe?

Predigt zur Aufnahme Mariens in den Himmel siehe: Dogma 1950 Jes. 25,8; Hos 13,14 und 1 Kor 15,54-57

Predigt zu Phil 2,6-11 am Palmsonntag. Der Mensch des 20. und 21.Jhdts hat sich selbst so vergöttert, dass sich Erde und ihre Lufthülle massiv wehren. In biblischer Sprache: Die Erde macht sich uns Menschen untertan. Geologen nennen die heutige Erdzeit deswegen Anthropozän, menschen gemachte Erde. Die ökologische Krise ist letztlich eine zutiefst spirituelle.

Dir geschehe, wie du willst

Predigt zu Mt 15,21ff. Wenn ich nicht ein Problem habe, sondern das Problem bin. Wie ein Schreihals umkehrt und ihre Tochter geheilt wird.

Sich Klären – Erleuchtet leben, wie geht das?

Predigt zu Mt 13,1-12 Fest Verklärung Christi. Woher kommt meine Energie? Erleuchtet leben, wie geht das?

Sündenfall = Glücksfall

Predigt zu Genesis 3 in der Osternacht. Das Konstrukt der Erbsünde und des Sündenfalls mit der Vertreibung aus dem Paradies widerspricht der revolutionären Aussage GOTTES in Gen 3,22! Und Jesus kennt keine Erbsünde, wenn er sagt: Wenn ihr nicht werdet wie die (ungetauften) Kinder, könnt ihr nicht in das Reich Gottes kommen. Erbsünde hat 1500 Jahre das Christentum pathologisiert und die Sexualität. Kinder kamen mit dem Satan auf die Welt, weswegen die Taufe wesentlich ein Exorzismus war.

Christentum neu denken

Predigt zu Joh 1, 29-34. Jesus entfernt die Ferne zu GOTT

Vom Beginn eines neuen Christentums

Wer bereit ist, sich vom Christentum als Religion der letzten beiden Jahrtausende zu verabschieden, kann beginnen im Geiste Jesu ein primär spirituelles Christ/Gemeindesein zu leben. Die Zeit ist reif. Der KAIROS ist DA!

Globalisierung ade

Predigt zum Erntedankfest mit der Installation: Der Erde Erdlinge Die Erde ist zu klein für den Globus, von dem die Globalisierer träumen. Was wir brauchen, ist eine neue Erdverbundenheit. Wissenschaft und Kunst die sich ganz neu der Erde annehmen. Denn sie ist längst ein politischer Akteur, um den niemand mehr herum kommt.