Autorenarchiv für: Hans

Einträge von Hans L

Fundamentalismus

Ich befürchte, dass der zunehmende Fundamentalismus dem gesellschaftlichen Frieden ebenso schadet wie unserer persönlichen Entwicklung. Dabei denke ich nicht nur an Religion. Fundamentalistische Haltungen begegnen mir ebenso in Politik, Ideologien oder gesellschaftlichen Debatten. Wenn Angst geistige Freiheit behindert …

Hoffnung – Lichtblick oder Illusion?

In der Hoffnung sehe ich geheimnisvolle Kräfte. Sie trägt uns durch Krisen, schenkt Trost in Zeiten der Dunkelheit und lässt uns weitergehen, wenn wir den Weg kaum noch erkennen. Ohne Hoffnung wäre vieles kaum auszuhalten.Aber kann sie uns nicht auch in die Irre führen? Kann sie uns blind machen für das, was gerade ist?

Offener Brief an Trump

Sehr geehrter Herr Präsident,
Sie schreiten heroisch über Grenzen hinweg. Traditionen, Regeln und gewachsene Sitten erscheinen unter Ihrem Wirken wie Staub vergangener Zeiten, den der Wind Ihrer Entschlossenheit fortträgt….

Liebe – leben im Wir

Liebe ist für mich weit mehr als Gefühle. Sie ist eine Haltung, eine Art, dem Leben zu begegnen. In ihr erkenne ich das Göttliche. Denn Liebe verbindet. Sie überschreitet die Grenzen des eigenen Ich und umfasst nicht nur die Menschen, die mir nahestehen, sondern letztlich das ganze Leben.

Selbstliebe

Selbstliebe hat für mich nichts mit Selbstverliebtheit zu tun. Sie ist kein Spiegel, vor dem ich mich bewundere, sondern eine Haltung, die tief im Inneren entsteht. Es ist eine Versöhnung mit mir selbst und mit meiner Geschichte.

Selsbstbestimmtes Sterben

Stelle ich mir vor, ich erhielte die Diagnose Krebs. Unheilbar. Noch drei Monate zu leben. Mit Chemotherapie vielleicht drei Jahre – oder auch nicht. Darf ich einfach sterben? Darf ich nachhelfen? Wäre das Feigheit oder Verantwortung? Der Fall ist fiktiv, aber die Fragen dahinter sind es nicht.

Auf Du und Du mit Gott?

Wir sprechen Gott ganz selbstverständlich mit „Du“ an. In Gebeten, Liedern und Liturgien wenden wir uns an ihn wie an ein Gegenüber: Wir bitten um Frieden, um Gesundheit, um Gelingen. Wir danken, wir klagen, wir hoffen. So entsteht in uns ein vertrautes Bild: Gott als Person, als allmächtiges Wesen außerhalb von uns – hörend, handelnd, eingreifend.

Visionssuche

Die Visionssuche – das Fasten in der Wildnis –  ist ein uraltes Ritual. Ein Weg, das Heilige in uns selbst zu erfahren. Er führt hinaus in die Wildnis, hin zu einem Ort, an dem die Stimmen des Alltags verstummen und nur noch Wind, Erde, Wasser und das eigene Herz sprechen. In der Natur finden wir leichter Zugang zu unserer Seele, zu Gott, zum Ganzen.

Seelenzeit – Zeit zum Innehalten

Manchmal meldet sich etwas in uns – erst leise, dann immer deutlicher. Ein Wunsch nach Ruhe. Nach einem Raum fern von Terminen, Erwartungen und ständiger Ablenkung, auch durch Social Media, Computer und Handy. Ein Ruf zurück zu uns selbst.

Lieber Gott – kann das weg?

Glaubensbilder prägen unser Leben. Doch viele Vorstellungen der Kirche wurzeln in Gottesbildern, die in patriarchal geprägten Kulturen vor Jahrtausenden entstanden – und sie wirken bis heute in ihrer Lehre fort. In einer aufgeklärten, sich wandelnden Gesellschaft erscheinen sie zunehmend unverständlich. – Kann das weg?

Offene Naturspiritualität

Die früheren Naturvölker verstanden die Sprache der Kreaturen und Gewalten. Sie standen in engem Kontakt mit der Natur – und vermutlich auch mit ihrer Seele. Es muss ein lebendiger Dialog gewesen sein, getragen vom Zuhören, von Respekt und Verständnis.

Schöpfungsglaube

Schöpfungstheologie ist der Glaube an den göttlichen Ursprung allen Seins und zugleich Auftrag, Verantwortung gegenüber der Schöpfung zu übernehmen. Die Schöpfung gehört zu den ältesten und zentralsten Themen der Religionen. Welche Konsequenzen hat dieser Glaube für unser Leben…

Gemeinschaft

Wahre Gemeinschaft ist mehr als ein soziales Geflecht aus Beziehungen, Kontakten und Gemeinsamkeiten. Sie ist ein unsichtbares Band, das alles Existierende durchzieht – ein geistiges Feld, das über die Grenzen des Menschlichen weit hinausreicht. Mystisch verstanden ist Gemeinschaft nicht nur menschliche Nähe und Beziehung, sondern eine Qualität des Seins mit der Schöpfung.

Liebe – unsere Kraftquelle

Kaum ein Begriff ist so reich, so geheimnisvoll und so missverständlich wie die Liebe. Dichter, Philosophen und Theologen haben sie als höchste Kraft des Lebens besungen, und sie ist unerschöpflich. Liebe durchzieht alle Bereiche menschlicher Existenz: Sie ist Sehnsucht und Erfüllung, Hingabe und Herausforderung, Glück und manchmal auch Schmerz.

Stille – lebe im JETZT!

Unser Alltag ist überfüllt von Geräuschen, Reizen, Informationen und ständigen Ablenkungen. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen unter Nervosität, Überforderung und psychischen Belastungen leiden. Dabei liegt es in unserer Macht, einen großen Teil dieses äußeren Lärms zu verringern. Social-Media-Aktivitäten, permanente Erreichbarkeit per Handy oder E-Mail, endlose Computerspiele…

Dankbarkeit

Studien und Weisheitslehren deuten darauf hin, dass Dankbarkeit eng mit dem menschlichen Wohlbefinden, innerem Frieden, Gesundheit und Glück verbunden ist. Doch was genau ist Dankbarkeit? Welche Rolle spielt sie für unser Leben und wie können wir lernen, ein dankbares Leben zu führen?

Priesterausbildung für die Zukunft

Im Jahr 2100 gibt es in Deutschland keine geweihten Priester mehr. Der Rückgang an Mitgliedern und Geistlichen hat tiefgreifende Veränderungen erzwungen: Zunächst ließ die Katholiken Frauen zum Priesteramt zu, dann wurde der Zölibat abgeschafft. Schließlich….

Brauchen wir die Dogmen noch?

Dogmen waren verbindliche Glaubenssätze, die als unumstößliche Wahrheiten innerhalb der Kirche galten. Sie wurden von Konzilien beschlossen oder vom Papst erlassen und von den Kirchenführern als „Offenbarung Gottes“ betrachtet.

Regierungswechsel im Vatikan: Papst LEO XIV

Papst Franziskus ist am 21. April 2025 verstorben. Der nächste Papst ist Leo XIV.  Er wurde am 8. Mai 2025 zum 267. Pontifex der Katholiken gewählt und ist der erste US-Amerikaner in diesem Amt. Vor seiner Wahl war er als Kardinal tätig und brachte umfangreiche Erfahrungen aus den USA, Peru und Rom mit.

Auferstehung oder Niedergang?

Auferstehung oder Niedergang – beides ist gut! Eine wachsende Zahl von Theologen sieht im Niedergang keine Katastrophe, sondern die Chance eines nicht vorbelasteten Neubeginns. Wo sich Menschen nach spiritueller Tiefe sehnen, kann ein neues Modell kirchlicher Wirklichkeit entstehen